Schriftsteller und digitale Medien: Eine Umfrage unter den Mitgliedern des PEN-Zentrums Deutschland

Dirk Weisbrod

Abstract


Zielsetzung — Literaturarchive werden sich zukünftig verstärkt um die Langzeitarchivierung digitaler Objekte kümmern müssen, die Bestandteile von Schriftstellernachlässen sind. Die Entwicklung digitaler Erhaltungsstrategien sollte deshalb den Schriftsteller und seinen Umgang mit digitalen Medien und Objekten berücksichtigen. Der Beitrag wirft einen Blick in Schriftstellerarchive und auf die Arbeitsweisen zeitgenössischer Schriftsteller.
Methode — Der Verfasser führte eine Online-Umfrage unter den Mitgliedern des PEN-Zentrums Deutschland durch, die mithilfe quantitativer statistischer Methoden ausgewertet wurde.
Ergebnisse — Schriftsteller benutzen mittlerweile digitale Medien in großem Umfang für die Literaturproduktion. Dabei treten unterschiedliche Arbeitsweisen und Sicherungspraktiken auf, die zum Teil höchst individuell sind. Die Mehrheit der Befragten war zu einer Zusammenarbeit mit Literaturarchiven bereit, um die Überlieferung ihres Nachlasses sicherzustellen.
Schlussfolgerungen — Nachlässe werden zumindest in naher Zukunft sowohl Papier- als auch digitale Anteile enthalten. Der digitale Anteil wird aber stetig ansteigen. Trotz der individuellen Arbeitsweise der Schriftsteller lassen sich Muster erkennen, die möglicherweise bei der Langzeitarchivierung hilfreich sein können. Dazu ist es aber notwendig, dass Literaturarchive frühzeitig auf Schriftsteller zugehen und ihnen Unterstützung bei der Archivierung anbieten.

Schlagwörter — Langzeitarchivierung, digitale Nachlässe, Schriftsteller, persönliches Informationsmanagement, präkustodiale Intervention, Online-Umfrage, PEN-Zentrum Deutschland

Archiviert in E-LIS


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