Langzeitarchivierung digitaler Schriftstellernachlässe – Eine Bestandsaufnahme in den Literaturarchiven Deutschlands, Österreichs und der Schweiz

Dirk Weisbrod

Abstract


Zielsetzung — Seit der Jahrtausendwende mehren sich in den Literaturarchiven Nachlässe, die digitale Objekte enthalten. Der Beitrag beschreibt den Status Quo in der deutschsprachigen Literaturarchiv-Landschaft hinsichtlich der Langzeitarchivierung dieses neuen Bestandstyps.
Methode — Der Verfasser führte Experteninterviews mit Mitarbeitern von sechs Literaturarchiven in Deutschland (4), Österreich (1) und der Schweiz (1) durch, die mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Ergebnisse — Mit einer Ausnahme verwahrten die untersuchten Einrichtungen bereits digitale Nachlässe. Allerdings hatte nur ein Literaturarchiv einen Geschäftsgang für sie entwickelt. Proaktive Vorgehensweisen konnten sich noch nicht etablieren.
Schlussfolgerungen — Obwohl die Herausforderung bekannt ist, waren die Literaturarchive noch nicht genügend auf die Übernahme und Archivierung digitaler Nachlässe vorbereitet. Entsprechende Geschäftsgänge und Erhaltungsstrategien müssen in der Regel erst noch entwickelt werden. Neben den archivseitigen Bestandserhaltungsmaßnahmen gewinnt die Zusammenarbeit mit Schriftstellern immer mehr an Bedeutung.

Schlagwörter — Langzeitarchivierung, digitale Nachlässe, Literaturarchive, präkustodiale Intervention, Experteninterviews

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